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Chintsa

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Indischer Ozean pur. Brandung mächtig. Viele Felsenriffe. Dazwischen Sandstrände. Zu gefährlich zum Baden. East London Coast, so nennt sich dieser Abschnitt der Wild Coast, an dem ich heute Vormittag über drei Stunden entlang gewandert bin. Der Hotelbesitzer hatte mich mit dem Auto zum "Einstieg" in den Strand zu einem Nachbarort gebracht, von dort aus bin ich dann am Strand zurückgelaufen. Einige Angler versuchten ihr Glück von den Felsriffen aus, sonst war niemand zu sehen. Auch keine Tiere, kaum Vögel, nichts. Mit Busch bewachsene hohe Sanddünen am Ufer, Sand, Fels, Ozean. Das war alles. Es war wild, sehr windig, sonnig und doch auch etwas öde. Die Küste hat nämlich außer dem Ozean nichts anderes zu bieten. Aber das ist ja schon eine Menge. Der Weg war anstrengend, teils wegen des Stapfens durch den Sand, teils wegen des Kletterns über Felsen und Geröll. Begehbar ist das Ufer ohnehin nur bei Niedrigwasser, aber das passte heute. Die Fotos geben schon ein Stück von de...

Umzimvubu

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Umzimvubu heißt der recht große Fluss, der hier bei Port Saint Johns (Schreibweise uneinheitlich) ins Meer mündet. Daran liegt die N'taba River Lodge. Hoch oben thront der Mt. Thesiger, der zum Fluss steil, nahezu senkrecht abfällt. Oben drauf ist ein airstrip, also ein Landebahn, die früher vom Militär genutzt wurde, heute aber stillgelegt ist und ein beliebter und empfohlener Aussichpunkt. So steht es in jedem Reiseführer. Ich morgens bei schönstem Wetter die 8 km hinauf, die kleine gut geteerte Straße mündet direkt auf die Landebahn. Da trau ich meinen Augen kaum, als ich ein Flugzeug gerade ausrollen sah, eine kleine zweimotorige Turboprop von KwaZulu-Natal! Ich wartete, ob sie sich noch bewegen würde, aber die Motoren schienen ausgestellt, und so fuhr ich kurzentschlossen auch auf der Landebahn zum oberen Ende, wo das Flugzeug stand und wo auch ein kleiner Parkplatz daneben war, am Aussichtspunkt kurz vor der Kante. Ich staunte weiterhin mehr über das Flugzeug als über die her...

Port St. John's

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Wild Coast, da bin ich! Das ist wirklich etwas ganz anderes als das schicke und touristische Ballito! Gefällt mir auf Anhieb. Aber der Reihe nach. Morgens hat es zwar nicht mehr geregnet, war aber trübe. Je weiter ich nach Süden kam, umso trüber, kälter und nebeliger wurde es. Der Streckenverlauf ging nur anfangs die Küste entlang, später in das etwas bergige Küstenvorland, mit schlechter Straße, teilweise dichtem Nebel und völlig reizloser Landschaft, als man wieder etwas mehr sehen konnte. Also schlicht sehr öde und langweilig, die 400 km und knapp 6 Stunden Fahrt. Einerseits. So lange brauchte die Zuckelei durch all die kleinen Ortschaften, denn die Autobahn hörte schon 100 km südlich von Durban auf. Die Gegend ist sehr zersiedelt, es gibt Vieh auf den offenen Weiden (Zäune kennt man kaum) und an und auf der Straße, dazu immer wieder Bumper, eingebaute Bodenwellen auf der Straße, die zum rigorosen Abbremsen zwingen. In den beiden größeren Dörfern, durch die ich kam, war der Bär lo...