Posts

Giant's Castle

Bild
Die Überschrift passt nicht ganz, aber doch, ich war heute morgen noch am Giant's Castle wandern. Um 8 Uhr ging es los zu Felsmalereien aus der Kultur der Buschleute, eigentlich heißen sie San, wobei auch das nicht stimmt, denn es gibt /gab verschiedene Völkerschaften. Die San sind nicht ganz so alt wie die Aborigines in Australien, aber manches erinnerte mich daran. Die Zeichnung, die ich zu sehen bekam, sind weniger spektakulär als die australischen, aber doch aufgrund ihrer Feinheit und Genauigkeit erstaunlich. Sie gelten als über 1000 Jahre alt. Zu sehen sind bestimmte große Antilopen dieser Region, auch ein Schamane, der eine Antilope rituell schlachtet. Auf den Fotos kommt das nur recht undeutlich heraus. "Je länger man schaut, desto mehr sieht man." Es gibt hier in der Gegend hunderte solcher Funde von Ritzungen (älter) und Malereien mit Rot und Ocker. Sehr eindrucksvoll.



Die San gibt es kaum mehr, sie wurden von den "Vortrekkern", also den invasiven hol…

Cathedral

Bild
Also heute bin ich im Cathedral-Gebiet gelaufen, gestern im Royal Natal NP war es das "Amphitheatre" - ich habe das im Blogbeitrag von gestern bereits korrigiert. Beide Namen beschreiben Bergformationen, und die Felstürme der "Cathedral" sehen eben sehr eindrucksvoll aus. Dort gibt es nicht nur einen Naturpark (mit Gebühr) , sondern 500 m weiter ein privates Resort, für das man für einen Tagesaufenthalt zum Wandern eine weitere Gebühr zahlen muss. Es geht dabei zwar immer nur um 2 - 3 Euro, aber es läppert sich. Die Wanderwege sind toll ausgeschildert, und anschließend habe ich im Hotel auch ein Handtuch bekommen, um mich zu duschen oder zu waschen; das fand ich guten Service.



Nach Beratung mit einem Ranger / Guide entschloss ich mich, auf den knapp 2000 m hohen Mushroom Rock zu steigen, das bedeutete 500 m Höhendifferenz zum Ausgangspunkt. Ich bin geklettert, denn das musste man teilweise. War toll, und das Panorama von oben war wirklich einzigartig. Auf dem ganze…

Royal Natal NP

Bild
Nach 20 Minuten hatte ich heute Morgen das Gate des nördlichsten Nationalparks in den Drakensbergen erreicht. Es war 8:30 Uhr - und eigentlich viel zu spät. Registrierung (mit Pass-Kopie und Auto-Kennzeichen, Wohnsitz, Anschrift usw., wie in jedem Nationalpark in RSA) und das Visitor Centre, um Infos und Karten für geeignete Wanderungen zu bekommen, kosteten auch nochmal Zeit, dann ein paar Minuten weiter in den Park hinein zu dem Parkplatz, an dem viele Wanderwege beginnen. Sachen kontrollieren, noch schnell einen leichten Baumwoll-Schal mitnehmen (eine sehr gute Intuition, siehe unten), sich für den gewählten Wanderwege in eine Liste eintragen mit persönlichen Kennzeichen (Farbe des Rucksacks, Mobilfunknummer) - und dann konnte es losgehen, da war es bereits viertel nach 9 Uhr. Problem: Es wurde immer wärmer, die Sonne brennt hier ganz schön unbarmherzig in den Subtropen, zumal auf über 1200 m Höhe. Der Ranger am Parkplatz bremste mich gleich, ich solle mir nur nicht zu viele und zu…

Drakensberge

Bild
Heute ging es also 450 km zu den Drakensbergen. Unterwegs habe ich in Pietermaritzburg, dem alten britischen Verwaltungszentrum, Halt gemacht. Interessant eine lebendige Provinzstadt mal live zu erleben, - anders als die Tourismusgebiete! Die Bauten im Zentrum spiegeln noch sehr die britische Geschichte. Heute macht die Stadt einen sehr bunten, lebendigen Eindruck, die Geschäftstraße war voll, - und wenigstens hier erlebte man: Black is beautiful! Ich weiß allerdings nicht, wem die Shops da alle gehören....

Das Bavaria Café jedenfalls wurde von einem Weißen geführt und war bestens besucht. Die pies, die angeboten wurden, sahen alle sehr lecker aus, und ich entschied mich für einen "pork curry pie" - sehr pikant und lecker. Ich glaube, ich war der einzige weiße Gast. So rum ist das Gefühl doch mal sehr anders. Auf der Suche nach einer neuen Shorts habe ich einige Geschäfte besucht, - ich kann nur sagen, die Leute dort, vor allem das Security - Personal, ist äußerst freundlich…

Santa Lucia

Bild
Ich war heute im anderen, westlichen Teil des iSimangaliso - Nationalparks. Ich dachte, der wäre genauso wie der gestrige Teil, war er aber nicht. Eigentlich war er viel schöner und vor allem sehr tierreich. Die Landschaft besteht aus Savannen, kleinen Sümpfen und "pans", also Tümpeln mit Lehmkuhlen dabei, attraktiv für alle Tiere. Endstation der zugänglichen Schotterstraße ist ein kleiner Anleger am S. Lucia Lake, ideal für Angler. Zwei traf ich dort auch. Sonst war der Park aber nahezu menschenleer.

In der ersten Zeit hier in Südafrika war ich auf das Spektakuläre aus, wie wahrscheinlich jeder Tourist, der das erste Mal hier ist und natürlich die afrikanischen Großtiere sehen möchte "The Big 5", möglichst vollzählig. Bis auf den Leoparden ist mir das auch inzwischen gelungen. Aber eigentlich ist die Auflistung und dieses Abhaken von Großwild idiotisch. Jede Tierart hat ihre besondere Faszination, sie in freier Wildbahn zu erleben, ohne zu viel Angst vor dem Mensc…

iSimangaliso

Bild
iSimangaliso (das bedeutet "der Wunderbare", früher einfach 'Wetland' genannt) heißt der wunderschöne, abwechslungs- und artenreiche Nationalpark, von dem Santa Lucia umschlossen ist und der sich noch einige zig Kilometer nach Norden erstreckt. Einen Teil davon, der direkt an der Küste liegt, kann man bis zum Cape Vidal normal befahren. Habe ich heute gemacht.


Die Bilder im Webalbum spiegeln eigentlich den Nationalpark recht gut: Da gibt es die Strände hier bei S. Lucia, die schon Teil des NP sind, dann die grünen Marsch- Gebiete hinter den hohen bewaldeten Dünen, dann die weite herrliche Bucht von Cape Vidal, ein Ausflugsparadies für Familien, am Sonntag besonders zum Barbecue (afrikaans 'Braail' ist ungebräuchlich geworden) und zum Spielen am eigentlich menschenleeren Strand. Nur Baden habe ich in der Brandung kaum einen gesehen. Die Kinder spielen in der flachen Lagune, die hinter einem Felsenriff geschützt liegt.



Dann zurück zur Mündung des St. Lucia Rive…

Hluhluwe-Imfolozi

Bild
Diesen unaussprechlichen Namen hat der älteste Nationalpark Südafrikas - und er ist tatsächlich einer der schönsten! Aussprechen tut man es Schluschlue. Er umfasst ein insgesamt wirklich großes Gebiet mit Flusstälern und Bergen, mit weiten grünen Buschlandschaften und im Imfolozi -Teil auch Savannen - Landschaften. An Großtierwelt ist alles vertreten, so man es denn zu Gesicht bekommt. Mir hat der Park vor allem landschaftlich sehr gut gefallen, das viele satte Grün auch des Buschlandes hebt sich doch wohltuend ab von dem trockenen Grau des Krügerparks.



Und - der Hluhluwe ist berühmt für seine Nashörner, die Breitmaul- oder Weißen Nashörner. Die gibt es hier inzwischen wieder so zahlreich (dank eines jahrzehntelangen Schutzprogrammes), dass sie einem sehr oft über den Weg laufen, einmal auch sehr überraschend sowohl für die Rhino-Mama mit ihrem Jungen als auch für mich. So ganz angenehm ist das nicht, wenn im dichten Busch solch ein massiges Tier sich plötzlich hinter einer Kurve ersc…